Hochwertiges Lebensmittel

Mit über 20 % Eiweißanteil ist Rindfleisch als Proteinlieferant sogar dem Geflügel weit überlegen. Dazu kommen viele essentielle Vitamine. Etwa etliche der B-Gruppe, allen voran Vitamin B12, das so gut wie ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Aber auch die fettlöslichen Vitamine A, D und E sowie wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Kalzium,  Phosphor, aber auch Eisen, Selen, Mangan, Zink, Kupfer und Jod.
Das Fett ist ausgesprochen hochwertig und enthält sogar einen beachtlichen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders viel davon übrigens, wenn das Tier oft auf der Weide gestanden ist.

In Österreich hat die Fleischküche eine sehr lange Tradition. Besonders die Wiener Rindfleischküche – allen voran der Tafelspitz – hat sich sogar international einen Namen gemacht. Die vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten und das zunehmend größere Angebot qualitativ hochwertiger Rindfleischprodukte geben dem Rindfleisch aber auch innerhalb der modernen Ernährung einen besonderen Stellenwert.
„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“, sagen die einen und weisen auf den hohen Gehalt und Wert von Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen hin. „Fleisch ist ungesund“, sagen die anderen mit dem Blick auf Fett, Cholesterin und Purine, die im Fleisch enthalten sind. Trotzdem kommt Fleisch, das früher aufgrund seiner Kosten eher den sozial besser gestellten Schichten vorbehalten war und als typische Festtagsspeise galt, bei uns beinahe täglich auf den Tisch.

WIEVIEL RINDFLEISCH ISST DER ÖSTERREICHER PRO JAHR?

Einst eher den sozial besser gestellten Schichten oder festlichen Anlässen vorbehalten, kommt Fleisch heute beinahe täglich auf unseren Tisch. Aber eher selten ist dies Rindfleisch.
Laut Statistik liegt der jährliche Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch (inkl. Wurstwaren, Geflügel und Innereien) in Österreich bei etwa 66 kg (Quelle: Statistik Austria 2010). Davon entfallen knapp 12 kg auf Rind- und Kalbfleisch.

Im Laufe der Zeit haben sich die Wünsche der Konsumenten geändert. Der Trend geht heute eindeutig zu mageren Fleisch-teilen, wobei aber ein gewisser intramuskulärer Fettgehalt kulinarisch von Vorteil ist.
Denn: Ob Fleisch leicht oder schwer verdaulich ist, hängt vor allem von der Zubereitung ab. Der Großteil der Energie (kcal/kJ) steckt oft in Panaden oder in den dazu gereichten, fetten Saucen.

SOLL MAN ÜBERHAUPT FLEISCH ESSEN?

Auf Fleisch müssen Sie keinesfalls verzichten – wenn Sie sich nur an einigen wenigen Grundregeln orientieren, können Sie sich Ihr Fleisch mit „Genuss ohne Reue“ schmecken lassen:

  • Vermeiden Sie einseitige Mahlzeiten – wechseln Sie in der Wahl der Fleischarten!
  • Verwenden Sie nur Fleisch bester Qualität – achten Sie darauf, woher das Fleisch kommt. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel sowie das rot-weiße Biozeichen sind Garanten dafür, dass Sie kontrolliertes Fleisch aus Österreich genießen können!
  • Bereiten Sie das Fleisch mit möglichst wenig zusätzlichem Fett zu: Zubereitungsarten wie Kochen, Grillen, Dünsten, Braten im Rohr und in der Folie, fettarmes Braten in beschichteten Pfannen und das Dämpfen eignen sich bestens!
  • Schneiden Sie überflüssiges Fett nicht vor der Zubereitung, sondern erst am Teller weg – so bleiben die Aromastoffe und der volle Geschmack erhalten!

DIE WICHTIGSTEN INHALTSSTOFFE AUF EINEN BLICK:

Mageres Rindfleisch weist vor allen Dingen

  • viel hochwertiges Eiweiß,
  • eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen,
  • so gut wie keine Kohlenhydrate und
  • wenig Fett auf.

Durch gezielte Züchtung und so konsequentes wie professionelles Fütterungsmanagement wurdeösterreichisches Frischfleisch in den letzten Jahren zunehmend fettärmer. Aktuelle Untersuchungenbeweisen, dass Nährwertangaben deshalb vielfach revidiert werden müssen.Wie bereits erwähnt, kann der Organismus aus dem Eiweiß von Fleisch aufgrund seiner hohen biologischenWertigkeit mehr körpereigenes Eiweiß aufbauen als aus pflanzlichen Lebensmitteln.

Mageres Fleisch.

 EiweißFett
100 g mageres Rindfleisch22 g2 g
100 g Weichkäse18 g34 g
1 Frühstücksei12 g10 g

Quelle: Nährstoffe in Lebensmitteln, B. u. H. Heseker, 2. Auflage 1999

Das Eiweiß der Nahrung kann nur dann für Aufbau und Erhaltung der Körpersubstanz verwendet werden, wenn gleichzeitig genügend Kohlenhydrate und Fett für die Energieversorgung vorhanden sind. Ist die Versorgung mit Fetten und Kohlenhydraten unzureichend, greift der Körper die Eiweißreserven im Organismus an und benutzt sie zur Energiegewinnung.